Wie alles begann

Baum-Verwaiste-Eltern-Steinhagen (1)

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerrit Gerriets begleitet die Selbsthilfegruppe in Steinhagen

Als meine erstgeborene Tochter Tiana mit gerade 15 Jahren Weihnachten 1988 innerhalb weniger Stunden an Meningitis (Hirnhautentzündung) starb,
brach für meine Frau Renate, die (damals) kleine Schwester Talke (7) und mich die Welt zusammen. Nichts blieb mehr so, wie es einmal war.
Das Leben wurde zur „Achterbahn“.

Die Sonne ging unter, bevor es Abend wurde…

Diesen Spruch wählten wir zu unserem „Leitspruch“©

 

Baum

 

 

Dieses Bild malte unsere Tochter Tiana 1988 und schenkte es ihrer Mutter zum Muttertag.
Wir haben es zu unserem „Logo“ erkoren. © by Verwaiste Eltern Steinhagen
Tiana wurde geboren am 27.10.1973 und starb am 24.12.1988.
Zwei Jahre später, am 1. Oktober 1990 gründeten wir die Selbsthilfegruppe in Steinhagen.
Und 1993 wurde die Gruppe als e.V. (eingetragener Verein) etabliert.
Das Engagement für Verwaiste Eltern entwickelte sich im sozialen Bereich in den folgenden Jahren weit über den Ursprung hinaus. So war ich u.a. 1997 Mitbegründer des Bundesverbandes „Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.“, habe als Beirat das Netzwerk der Selbsthilfegruppen reorganisiert und ein „funktionierendes“ Team der Regionalstellen initiiert. Heute sind in Deutschland ca. 500 Selbsthilfegruppen aktiv, zu denen ich über die Regionalstellen Kontakt herstellen kann. Dabei allein in NRW ca. 90 Gruppen!
Die Gründung weiterer Hilfseinrichtungen, speziell für Kinder, Initiativen zur Verbesserung des Rettungswesens und Beratung beim Aufbau und aktive Mitarbeit in der Notfallbegleitung im Kreis Gütersloh waren weitere Meilensteine.
Heute sind wir eine feste Institution im Gesundheitswesen. Auf ehrenamtlicher Basis!

Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit ergab es sich auch, dass immer mehr Betroffene Eltern aufmerksam wurden und Steinhagen zur Hilfestellung bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen nicht nur in NRW sondern auch in weiteren Bundesländern beitragen konnte.
15 Jahre nach Gründung 1990 der SHG haben wir
zum 1. Januar 2006 den Vereinsstatus „neu aufgestellt“.
Der seit 1993 bestehende gemeinnützige, mildtätige Verein
„Verwaiste Eltern Steinhagen e.V.“ nennt sich entsprechend
der seit Jahren geleisteten landesweiten Aktivitäten fortan:
„Verwaiste Eltern NRW e.V.“

Dadurch wird es möglich, dass wir als „Landesverband“ den
Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen noch wirkungsvoller
zur Seite stehen können, die gemeinsamen Interessen in
der Öffentlichkeit, in der Gesundheitsselbsthilfe und möglichen
Trägern zu vertreten und im Bewusstsein unserer Mitmenschen
die Trauer um den Tod eines Kindes zu enttabuisieren.
In NRW sterben pro Jahr (geschätzt) 8.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Durch unterschiedlichste Ursachen. Eine erschreckende Vielzahl an Schicksalen, die die betroffenen Familien ereilt.

Zurück bleiben verzweifelte Eltern, Geschwister, Großeltern und weitere Angehörige, die Hilfe suchen.

Nicht immer können wir diese Menschen erreichen. Wir möchten Ihnen jedoch Mut machen, sich an eine unserer Selbsthilfegruppen zu wenden. Dort finden Sie nicht nur Gleichbetroffene sondern auch Hilfen für diesen neuen Lebensabschnitt!